Wir sind die Grünen Schlangenbad und treten bei der Kommunalwahl am 15. März an, um den sozialen Zusammenhalt in unserer Gemeinde zu stärken. Außerdem wollen wir Nachhaltigkeit wieder in den Fokus politischen Handelns rücken und uns für einen sachlichen wie menschlichen Umgang untereinander einsetzen.
Wir glauben fest daran, dass eine lebenswerte Zukunft nur möglich ist, wenn niemand bei politischen Entscheidungen übergangen wird. Statt leerer Versprechen, die Enttäuschung und Abneigung erzeugen, stehen wir für eine ehrliche Politik, die Entscheidungen sorgfältig abwägt. Im Folgenden sind unsere Ambitionen und konkreten Ziele beschrieben, mit denen wir Schlangenbad in eine gerechtere und moderne Zukunft führen wollen.

Für unsere Partei steht schon lange fest, dass der Schutz unserer Lebensgrundlagen eine der wichtigsten Aufgaben von Politik sein muss. Auch in Schlangenbad können wir unseren Teil leisten, um unsere Kulturlandschaft zu erhalten und die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. So muss die naturgemäße und nachhaltige Waldbewirtschaftung nach FSC Standards fortgeführt werden. Gerade nach den gigantischen Waldschäden der letzten Jahre, ausgelöst durch den Klimawandel, ist es eine Generationenaufgabe, den Wald wieder aufzubauen und zukunftsfähig zu machen.
Die Auswirkungen des Kahlschlags im Wambacher Wald für die Erweiterung des Taunus Wunderlands der letzten Jahre müssen begrenzt werden. Dazu gehört der Erhalt des übrigen Bestandes und eine sorgsame Prüfung von Großveranstaltungen sowie der Schutz des Waldes in den Randzonen bei Baumaßnahmen.
Um die heimischen Trinkwasservorkommen und die vielen Brunnen im Gemeindegebiet zu schützen, müssen Brauchwasserentnahmestellen gepflegt und ausgebaut werden. Außerdem wollen wir natürliche Vegetation an Feldwegen ermöglichen und heimische Landwirte unterstützen. Es braucht eine Regulierung von Wildbeständen auf ein waldverträgliches Maß, um Verbissschäden im Wald zu minimieren und dadurch die natürliche Verjüngung des Waldes nicht zu bremsen. Zusätzlich soll sanfter und naturnaher Tourismus gestärkt werden, unter anderem durch bessere Pflege und Ausbau von Wander- und Radwegen.
Zur Umsetzung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes auf lokaler Ebene sollen PV-Anlagen wo möglich auf öffentlichen und privaten Gebäuden errichtet und gefördert werden. Beispielsweise auf der KiTa in Georgenborn kann eine Solaranlage neben der Energiegewinnung auch als Wärmeschutz im Sommer helfen.
Um den fehlenden Strom aus PV-Anlagen im Winter und zu Tagesrandzeiten auszugleichen, braucht es eine Stabilisierung des Stromnetzes durch andere saubere Energiequellen, allem voran Windkraft.
Uns umgebende Kommunen haben längst den Ausbau von Windkraft beschlossen und begonnen. Deshalb stellt sich für Schlangenbad nicht mehr die Frage, ob Windräder in unserer Nähe errichtet werden, sondern ob wir an den finanziellen Erlösen aus Gewerbesteuer und Einspeisevergütung beteiligt werden wollen. Während Eltville auf dem Vorranggebiet zwischen Bärstadt und Rauenthal einen Windpark bauen wird, sollte auch unsere Gemeinde endlich aktiv werden. Hierzu sollten neben der bei Obergladbach vorgesehenen PV-Anlage Windräder errichtet werden, um Synergieeffekte durch ohnehin notwendige Infrastruktur zu nutzen.

Damit Menschen auch in Zukunft noch gerne in den Schlangenbader Ortsteilen leben und Dörfer lebendig bleiben können, muss die Lebensqualität durch eine Reihe von Maßnahmen gefördert werden. Dazu gehört der Erhalt der lokalen Infrastruktur, von Dorfmitten und Bürgerhäusern als Begegnungstätten. Diese Orte sind der Kitt des sozialen Zusammenlebens, deren Erhalt viel Zeit, Geld und Engagement erfordert.
Schlangenbad muss noch attraktiver für Kinder, Jugendliche und Familien werden und gleichzeitig durchdachte Angebote für Seniorinnen und Senioren schaffen. Gerade in einer alternden Gesellschaft muss das Zusammenleben aller Generationen gepflegt und ausgebaut werden.
Unser besonderes Augenmerk gilt der Kinderbetreuung in den Kitas. Nach Auslaufen der Verträge mit den derzeitigen Betreibern wollen wir prüfen, ob eine Übernahme der Kinderbetreuung in Eigenregie sinnvoll ist. Frühkindliche Bildung mittels Sprachentwicklung und Sozialkompetenz ist eine essentielle Grundlage für das spätere Leben und muss konsequent gefördert werden. Zudem braucht es ansprechende Spielplätze in allen Ortsteilen. Dazu zählt die Aufwertung durch Beleuchtung in den Wintermonaten bis 19:30 Uhr.
Ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Hilfe und Integration von Menschen muss unterstützt werden, wie beispielsweise die Begleitung und Unterstützung bei Formalitäten.
Wir wollen besser darüber informieren, welche Projekte, Bauvorhaben, Satzungsänderungen u.v.m. in der Gemeinde anstehen. Die Bürgerbeteiligung soll durch regelmäßige Bürgerversammlungen, -befragungen und virtuelle Sprechstunden gesteigert werden. Für uns ist wichtig, dass mehr Transparenz bei wichtigen Vorhaben geschaffen wird, statt Anwohner vor vollendete Tatsachen zu stellen, wie am Beispiel Langenmorgen in Georgenborn geschehen.

Um die steigende Belastung durch Lärm und Abgase zu verringern, braucht es durchdachten Lärmschutz und eine Verkehrsführung, die Unfallvermeidung mitdenkt. Die vielen kurzfristigen Tempowechsel auf der B260 müssen auf ein vernünftiges Niveau gebracht werden, um erneuten schweren Unfällen vorzubeugen. Wir setzen uns zwischen der Abfahrt Schlangenbad Nord und Wambach für eine einheitliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 60 ein. Auch am Wambacher Stich würde eine Geschwindigkeitsbegrenzung die Lärmbelastung von Überholmanövern bei starker Steigung deutlich reduzieren. Die Reaktivierung der Aartalbahn würde ebenso zur Entlastung der B260 führen.
Die Gemeinde muss sich dafür einsetzen, dass das Busangebot vor Einsparmaßnahmen bewahrt und langfristig ausgebaut wird.
Um Wohnen in Zukunft attraktiv zu gestalten, braucht es nachhaltige Entwicklungsräume. Leerstände und Baulücken müssen gründlich erfasst werden, statt hastig neue Wohngebiete mit unnötiger Flächenversiegelung zu errichten. Wir fordern die Einführung einer Grundsteuer C, um Spekulation mit Bauland zu unterbinden und mehr Wohnraum zu fördern. Außerdem soll eine neue Servicestelle im Rathaus mit Beratung und Unterstützung dabei helfen, neue, auch altengerechte, Wohnungen zu schaffen.
Wir wollen das Rathaus endlich grundlegend digitalisieren, damit Anträge, Formulare und vieles mehr zuverlässig und zeitnah bearbeitet werden. Die Verwaltung muss als Schnittstelle zu den Bürgerinnen und Bürgern besser erreichbar sein.

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist eine Chance, um den Gemeindehaushalt - und damit im nächsten Schritt alle Schlangenbaderinnen und Schlangenbader - finanziell zu entlasten. Dazu setzen wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu angrenzenden Projekten und die Prüfung von Windkraftanlagen in Obergladbach.
Die Gemeinde muss nachhaltig und sparsam wirtschaften. Dazu gehört eine umfassende Kosten-Nutzenanalyse bei riskanten Großprojekten wie neuen Baugebieten.
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